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Der Akkusativ: Artikel, Pronomen und Verwendung

Der Akkusativ markiert das direkte Objekt und antwortet auf wen? oder was? Nur maskulin ändert sich: der→den, ein→einen, mein→meinen.

Regel

Der Akkusativ ist der Kasus des direkten Objekts. Er bezeichnet die Person oder Sache, auf die sich die Handlung richtet, und antwortet auf die Frage wen? oder was?: Ich kaufe den Tisch → Was kaufe ich? Den Tisch.

Die Formen sind schnell gelernt, denn nur der maskuline Artikel ändert sich: der → den, ein → einen, kein → keinen, mein → meinen. Neutrum, Femininum und Plural bleiben wie im Nominativ, und auch das Nomen selbst bekommt keine Endung — nur die Nomen der n-Deklination (siehe unten) verändern sich, während im Dativ Plural jedes Nomen ein -n bekommt.

Vier Auslöser bringen den Akkusativ in den Satz:

  • Verben mit direktem Objekt: haben, brauchen, sehen, kaufen, essen, trinken, lesen, suchen, nehmen, besuchen, fragen, möchten.
  • Akkusativpräpositionen: durch, für, gegen, ohne, um (dazu bis). Nach ihnen steht nie ein anderer Kasus. entlang verlangt den Akkusativ nur nachgestellt: die Straße entlang. Auch die Wechselpräpositionen (in, an, auf …) verlangen den Akkusativ, wenn sie eine Richtung angeben; dieser Wechsel hat ein eigenes Kapitel.
  • es gibt: Es gibt einen Supermarkt in der Nähe.
  • Zeitangaben ohne Präposition: jeden Tag, nächste Woche, letzten Monat.

Eine kleine Gruppe maskuliner Nomen (die n-Deklination) hängt außerdem ein -(e)n an: den Studenten, den Nachbarn, den Herrn.

Weil der Kasus am Artikel sichtbar ist, darf das Objekt auch an den Satzanfang rücken, ohne dass sich die Bedeutung ändert: Den Film sehe ich morgen — Subjekt bleibt ich.

Beispiele

  • Ich habe einen Bruder und eine Schwester.
  • Wir kaufen den Tisch und die Lampe.
  • Siehst du den Mann dort?
  • Ohne meinen Ausweis darf ich nicht fliegen.
  • Der Kaffee ist für dich.
  • Ich frage den Studenten nach dem Weg.
  • Es gibt keinen Bahnhof in diesem Dorf.
  • Jeden Tag lese ich eine Zeitung.
  • Wir gehen durch den Park und um den See.
  • Ich rufe ihn heute Abend an.

Übersicht

Akkusativ maskulin neutrum feminin Plural
bestimmt den Mann das Kind die Frau die Kinder
unbestimmt einen Mann ein Kind eine Frau
verneint keinen Mann kein Kind keine Frau keine Kinder
Possessiv meinen Mann mein Kind meine Frau meine Kinder
Nominativ ich du er es sie wir ihr sie / Sie
Akkusativ mich dich ihn es sie uns euch sie / Sie

Typische Fehler

  • ❌ Ich habe ein Hund. → ✅ Ich habe einen Hund. — Nur das Maskulinum verändert sich: ein wird einen.
  • ❌ Ich sehe der Mann. → ✅ Ich sehe den Mann. — sehen hat ein direktes Objekt, also der → den.
  • ❌ Das Geschenk ist für er. → ✅ Das Geschenk ist für ihn. — für verlangt immer den Akkusativ, das Pronomen lautet ihn.
  • ❌ Ich frage den Student. → ✅ Ich frage den Studenten. — Nomen der n-Deklination bekommen außer im Nominativ ein -(e)n.
  • ❌ Ich helfe meinen Bruder. → ✅ Ich helfe meinem Bruder. — helfen steht mit dem Dativ; nicht jedes Objekt ist ein Akkusativobjekt.

Verwandte Themen

Der Gegenpol ist der Nominativ, der das Subjekt markiert und beim Maskulinum der behält. Wer etwas bekommt, steht dagegen im Dativ — ein eigenes Kapitel, ebenso wie die vollständige Tabelle der Personalpronomen. Ob es in den Park oder in dem Park heißt, klärt das Kapitel zu den Wechselpräpositionen; die Grundformen der Artikel stehen im Kapitel zum bestimmten Artikel.

Häufige Fragen

Wann benutzt man den Akkusativ?

Beim direkten Objekt, also immer dann, wenn man nach wen? oder was? fragen kann, nach den Präpositionen durch, für, gegen, ohne und um, nach es gibt und bei Zeitangaben wie jeden Tag.

Was ändert sich im Akkusativ wirklich?

Nur die maskulinen Formen: der wird den, ein wird einen, kein wird keinen, mein wird meinen. Neutrum, Femininum und Plural sehen genauso aus wie im Nominativ; nur Nomen der n-Deklination bekommen ein -(e)n (den Studenten).

Welche Präpositionen verlangen den Akkusativ?

durch, für, gegen, ohne, um und bis. entlang steht nur nachgestellt mit dem Akkusativ (die Straße entlang). Wechselpräpositionen wie in, an oder auf stehen nur dann mit dem Akkusativ, wenn sie eine Richtung angeben (wohin?).

Wie lauten die Personalpronomen im Akkusativ?

mich, dich, ihn, sie, es, uns, euch, sie und Sie. Sichtbar verändert werden nur ich, du, er, wir und ihr; sie, es und das höfliche Sie bleiben gleich.

Wie unterscheidet man Akkusativ und Dativ?

Die Frage entscheidet: wen oder was? führt zum Akkusativ, wem? zum Dativ. Verben wie helfen, danken, gehören und gefallen verlangen trotz Objekt immer den Dativ.